Themenüberblick
Vom Aufstand bis zur Unabhängigkeit
1. November 1954: Die algerische Untergrundorganisation Front de Liberation Nationale (FLN) mit ihrer Partisanentruppe Armee de Liberation Nationale (ALN) beginnt den Kampf gegen die französischen Truppen im Land. Algerien gehört seit 1848 zum französischen Territorialgebiet, zuletzt als integraler Bestandteil des Landes.
1955: Die Unruhen weiten sich bis in die Kabylei und an die marokkanische Grenze aus. Die französischen Truppen werden auf mehr als 100.000 Mann verstärkt. Die ALN geht zum Guerillakrieg über.
1956: Viele algerische Nationalisten schließen sich der FLN an. Die FLN beschließt das Programm für ein unabhängiges sozialistisches Algerien und bildet einen Nationalrat der algerischen Revolution.
1957: FLN-Führer werden entführt und in Frankreich interniert. Die geheimen Verhandlungen mit Frankreich, in denen Marokko und Tunesien vermitteln, werden abgebrochen. Inzwischen sind rund eine halbe Million französische Soldaten in Algerien stationiert.
1958: Der designierte Staatspräsident Charles de Gaulle verstärkt die Militäreinsätze. Die FLN antwortet mit Terror. In Tunis bildet die FLN eine Exilregierung.
1959/1960: Um eine weitere Eskalation zu verhindern, betont de Gaulle das Recht der Algerier auf Selbstbestimmung. Aufstände französischer Siedler sind die Folge.
1961: In Algier kommt es zu einem Putschversuch französischer Militäreinheiten, die die algerische Unabhängigkeit verhindern wollen.
18. März 1962: Die Unterzeichnung der Evian-Verträge besiegelt das Ende der Herrschaft Frankreichs.
5. Juli 1962: Algerien erklärt seine Unabhängigkeit. Die algerischen Soldaten, die an der Seite der Franzosen kämpften (Harkis), werden entwaffnet. Zehntausende werden ermordet oder fliehen nach Frankreich.
Links:
- Algerien-Krieg (Wikipedia)
- Elysee
Publiziert am 19.12.2012