Einigung bei Energiegipfel: Österreich wird „atomstromfrei“

Österreich soll spätestens ab dem Jahr 2015 atomstromfrei sein. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich gestern Regierung, Energiewirtschaft und Umweltorganisationen beim dritten Atomstromgipfel auf eine Vorgangsweise geeinigt, bei der in Zukunft keine als Atomstrom gekennzeichnete elektrische Energie mehr an österreichische Verbraucher oder Industrien verkauft werden soll.

Beginnend mit 1. Jänner 2013 bis Ende 2013 verpflichten sich die heimischen Energieversorger freiwillig, die Kennzeichnung von an Haushaltskunden gelieferten Strom sicherzustellen. Atomstrom sollte dann nicht mehr dabei sein, da sich die Versorgungsunternehmen verpflichten, auf den Bezug von Atomstrom zu verzichten. Für Industriekunden soll diese freiwillige Maßnahme aufgrund langlaufender Lieferverträge erst bis Ende 2015 umgesetzt werden.

„Atomstromfrei“-Gütesiegel geplant

Als zusätzliche Maßnahme ist die Schaffung eines „Atomstromfrei“-Gütesiegels geplant, das auf dem seit Jahresbeginn existierenden Stromkennzeichnungssystem basieren soll.

In einem zweiten Schritt wird es eine gesetzliche Regelung zur vollständigen Stromkennzeichnung ab 1. Jänner 2015 geben. Eine entsprechende Novelle des Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetzes (ELWOG) soll nach erfolgreicher Notifikation durch die EU in Kraft treten.

Publiziert am 16.04.2012