Bald auch Schwarzgeld-Steuerabkommen mit Liechtenstein?
Nach dem am vergangenen Freitag unterzeichneten Schwarzgeld-Steuerabkommen mit der Schweiz soll nun ein solches Abkommen auch mit Liechtenstein kommen. Schon in zwei Wochen - also Ende April - soll es eine große Verhandlungsrunde zwischen Österreich und Liechtenstein geben, schreibt die „Presse“ (Dienstag-Ausgabe).
„Es geht einerseits um eine Gesamtrevision unseres Doppelbesteuerungsabkommens, andererseits um die Frage, wie man unversteuertes Vermögen nachträglich legalisieren und die künftigen Erträge über eine Quellensteuer, die in Liechtenstein erhoben wird, abführen kann“, wird Katja Gey, Leiterin der „Stabstelle für internationale Finanzplatzagenden“ der Regierung von Liechtenstein, zitiert.
Es geht mit Liechtenstein aber nicht nur um Schwarzgeld auf Bankkonten, sondern vorrangig auch um Gelder in Stiftungen. Liechtensteinische Stiftungen sind bei Steuerflüchtlingen beliebt, weil sie weitgehend anonym errichtet werden konnten. Überprüfungen der Finanz verloren sich meist bei Treuhändern oder in Firmenkonstrukten. Schätzungen zufolge haben etwa 5.000 Österreicher eine Stiftung in dem Fürstentum.
Publiziert am 16.04.2012