US-Armee wegen Sexaffäre um Secret Service „beschämt“

Angesichts der Sex- und Prostitutionsaffäre um mehrere Leibwächter von US-Präsident Barack Obama hat sich die Armee betroffen geäußert. „Wir sind beschämt“, sagte Generalstabschef Martin Dempsey gestern (Ortszeit) in Washington. Das Verhalten der mindestens fünf in die Ereignisse verwickelten Militärangehörigen solle untersucht werden.

Die Teilnahme Obamas am Amerikagipfel in Kolumbien war am Samstag durch die Affäre überschattet worden. Der US-Geheimdienst Secret Service suspendierte elf Mitarbeiter wegen mutmaßlicher Kontakte zu Prostituierten am Gipfelort und schickte sie nach Hause. Auch fünf Angehörige der US-Armee wurden abkommandiert.

Ein ranghoher US-Regierungsvertreter sagte gestern, die Mitarbeiter des Geheimdiensts seien von ihrer Arbeit entbunden worden. Auch sie erwarte eine Untersuchung zu den Vorwürfen. Einem Bericht zufolge war der Skandal ins Rollen gekommen, als einer der Leibwächter eine Prostituierte nicht bezahlen wollte.

Publiziert am 17.04.2012