Iran hält 15 Menschen wegen Spionage für Israel fest

Die iranischen Behörden halten nach eigenen Angaben rund 15 Menschen wegen des Verdachts der Spionage für Israel fest. Außerdem sei ein Spionagestützpunkt des israelischen Geheimdiensts Mossad in einem Nachbarland entdeckt worden, hieß es dazu in einer Erklärung von gestern Abend. Um welches Land es sich handelt, wurde nicht mitgeteilt.

Die Festgehaltenen würden verdächtigt, einem Spionagenetzwerk mit Verbindungen nach Israel anzugehören. Ziel der Gruppe sei es gewesen, die Ermordung eines iranischen „Experten“ vorzubereiten und Anlagen zu sprengen. Die mutmaßlichen Ziele der Anschläge nannten die iranischen Behörden nicht. Der Iran hat bereits mehrere Atomexperten durch Mordanschläge verloren, für die Teheran Israel verantwortlich machte.

Am Dienstag vergangener Woche hatte Teheran die Aushebung eines angeblichen israelischen „Terrornetzwerks“ verkündet. Es sei die Enttarnung „eines der größten terroristischen Netzwerke“, die in Verbindung mit Israel stünden, hieß es in der aktuellen Mitteilung. Bei der Aktion seien Informationen ans Licht gekommen, wonach Israel „diplomatische Missionen in westlichen Staaten“ genutzt habe, um die Aktivitäten der Gruppe zu unterstützen.