Breivik-Prozess: Anklage glaubt nicht an Netzwerk

Der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik soll heute zu seinen Vorbereitungen für die Terroranschläge mit 77 Toten im vergangenen Sommer befragt werden. Die Staatsanwälte wollen erfahren, wie er die Attentate plante und seine Waffen beschaffte. Auch der Ablauf des Sprengstoff-Anschlags im Osloer Regierungsviertel soll beleuchtet werden.

Keine Details zu Kontakten

Die Anklage glaubt unterdessen nicht, dass es die von Breivik mehrfach angesprochenen rechten Netzwerke wirklich gibt. Der dritte Prozesstag gestern sollte die Zeit von 2001 bis 2006 klären, in der Breivik offenbar seinen Hass auf Islam und Multikulturalismus entwickelte. Er sei Mitglied des „Tempelritterordens“ gewesen, so Breivik. Er sprach auch über seine weiteren angeblichen Kontakte. Details dazu wollte er auf Nachfrage der Staatsanwältin nicht nennen - um „weitere Festnahmen“ zu verhindern.

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Publiziert am 18.04.2012