Syrien: Ban fordert dreimonatige Beobachtermission
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat eine dreimonatige Beobachtermission mit 300 Mitarbeitern für Syrien gefordert. Das würde „in hohem Maße zur Beobachtung der Lage an Ort und Stelle und zur Aufrechterhaltung des Engagements aller Parteien für ein Ende der bewaffneten Gewalt in jeglicher Form beitragen“, so Ban gestern (Ortszeit) in einem Schreiben an den UNO-Sicherheitsrat, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.
Obwohl die Regierung den Friedensplan nicht umsetze, gebe es noch immer die „Chance auf Fortschritt“. Es sei jedoch entscheidend, dass Syriens Präsident Baschar al-Assad sein Versprechen zum Rückzug der Armee aus den Städten und ein Ende des Einsatzes schwerer Waffen in den Städten umsetze, erklärte Ban.
Ban zeigte sich in seinem Bericht „äußerst besorgt über den Ernst der Lage in dem Land“. Der UNO-Sicherheitsrat befasst sich heute mit dem Bericht. Diplomaten zufolge könnte eine Resolution für die 300 Mitglieder starke Beobachtermission bereits in der kommenden Woche beschlossen werden.
Publiziert am 19.04.2012