Dutzende Tote bei Anschlagserie im Irak
Bei einer blutigen Anschlagserie sind im Irak mindestens 49 Menschen getötet worden. Nach Angaben von Polizei und Rettungskräften ereigneten sich gestern in insgesamt sieben Provinzen des Landes Bombenexplosionen, Selbstmordanschläge und bewaffnete Angriffe. Mehr als 170 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die meisten Opfer gab es in den Provinzen Bagdad, Salaheddin, Kirkuk und Anbar.
Gesundheitsminister Madschid Amin überlebte einen Attentatsversuch. Die irakische Nachrichtenagentur Sumeria News meldete, fünf seiner Leibwächter seien verletzt worden, als in der Hauptstadt Bagdad eine Autobombe neben ihnen explodierte. Weitere Anschlagziele waren unter anderem ein Imbiss in der Stadt Mossul und ein vorwiegend von iranischen Pilgern frequentiertes Hotel in Bagdad.
In Kirkuk detonierte eine Autobombe in der Nähe einer Polizeiwache, durch die nach Angaben der Polizei vier Polizisten ums Leben kamen. In der westlichen Stadt Ramadi starben laut Polizei acht Zivilisten und Polizisten, als an zwei verschiedenen Orten kurz hintereinander zwei Autobomben detonierten. Nördlich der Stadt Bakuba sprengte sich laut Berichten lokaler Medien ein Selbstmordattentäter vor dem Haus eines Offiziers der Nationalen Sicherheitskräfte in die Luft.
Video dazu in iptv.ORF.at
Publiziert am 19.04.2012