Sudans Präsident droht Südsudan mit Krieg
Sudans Präsident Omar Hassan al-Baschir hat dem seit fast einem Jahr unabhängigen Nachbarn Südsudan mit Krieg gedroht. „Die Leute haben nichts gelernt, und wir werden ihnen eine letzte Lektion erteilen, und zwar mit Gewalt“, sagte er gestern auf einer Großkundgebung in der Provinz Nordkordofan.
„Wir werden ihnen keinen Zentimeter unseres Landes überlassen. Wer auch immer seine Hand nach Sudan ausstreckt - wir werden sie abschneiden.“ Die Regierung des Südsudan warf Baschir vor, einen Völkermord zu planen. Sie sei bereit, ihr Volk zu beschützen.
Südsudan hatte letzte Woche das von ihm beanspruchte Ölfeld Heglig in der Nähe der Grenze zwischen beiden Ländern besetzt. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte das als „Verletzung der Souveränität des Sudan und einen eindeutig illegalen Akt“. Südsudan müsse seine Truppen sofort aus dem Gebiet abziehen. Gleichzeitig müsse der Sudan aber auch sofort damit aufhören, südsudanesisches Territorium zu bombardieren und müsse seine Truppen aus umstrittenen Gebieten abziehen.
Publiziert am 19.04.2012