Syrien: Annan unzufrieden über Lage

Der internationale Syrien-Sondergesandte, Kofi Annan ist nach Worten seines Sprechers unzufrieden über die Lage in dem Krisenland. Die Waffenruhe sei sehr brüchig, sagte der Sprecher des früheren UNO-Generalsekretärs heute in Genf.

Die Situation in dem Land sei „nicht gut“, täglich gebe es Zwischenfälle, Menschen würden getötet. Annan hatte die Waffenruhe vermittelt.

Das Vorauskommando der internationalen Beobachter, die die Waffenruhe überwachen sollen, wird dem Annan-Sprecher zufolge in den nächsten Tagen seine volle Stärke von 30 Mitgliedern erreichen. Sobald der UNO-Sicherheitsrat zugestimmt habe, werde das Kontingent auf bis zu 300 Beobachter aufgestockt. Frankreich und etwa Russland sind für eine weitere Aufstockung. Das Regime in Damaskus, das seit mehr als einem Jahr gewaltsam gegen die Protestbewegung im Land vorgeht, lehnt das aber ab.

Paris warnt Assad: „Bürgerkrieg“ nicht provozieren

Besorgt und gleichzeitig wütend zeigen sich die Vertreter von 14 Staaten, die sich am Donnerstagabend in Paris als „Freunde Syriens“ getroffen haben. Der französische Außenminister Alain Juppe warnte die syrische Regierung, einen „Bürgerkrieg“ zu provozieren, wenn sie nicht sofort jegliche Kampfhandlungen gegen Oppositionelle einstelle. US-Außenministerin Hillary Clinton wiederum stellte die Rute neuer, schärferer Sanktionen ins Fenster. Unterdessen scheint eine ausgeweitete UNO-Beobachtermission ausgemachte Sache.

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Deutsches Schiff hatte Sprengkapseln für zivile Zwecke

Der in der Türkei festliegende deutsche Frachter „Atlantic Cruiser“ hatte nach Angaben seiner Reederei zu keiner Zeit Kriegsmaterial für Syrien geladen. Allerdings seien neben normalem Stückgut 31 Tonnen seismografische Sprengkapseln an Bord, teilte die Reederei Bockstiegel mit. Diese Kapseln würden für die Suche nach Erdgas und -öl im Gestein verwendet und seien für die Hafenstadt Bar in Montenegro bestimmt.

Das Schiff habe freiwillig den türkischen Hafen Iskenderun angesteuert, nachdem eine syrische Oppositionsgruppe mit der Zerstörung des Frachters gedroht habe. Sie hatte über schwere Waffen sowie Munition an Bord der „Atlantic Cruiser“ berichtet.