Todesschütze von Florida auf Kaution frei
Nach den Todesschüssen auf den schwarzen Teenager Trayvon Martin in Florida kommt der Angeklagte gegen Kaution bis zum Prozessbeginn frei. Der mutmaßliche Todesschütze George Zimmerman muss dafür 150.000 Dollar (rund 114.000 Euro) hinterlegen, entschied das Gericht in Seminole County gestern nach einer live übertragenen Anhörung.
Zimmerman soll elektronisch überwacht werden. Er darf zudem keine Schusswaffe tragen, keinen Alkohol konsumieren und muss sich alle drei Tage bei den Behörden melden.
Zimmerman soll den unbewaffneten 17 Jahre alten Martin bei einer Patrouille erschossen haben. Die Polizei klagte Zimmerman zunächst nicht an, nachdem der sich auf Notwehrgesetze berufen hatte. Nach einer landesweiten Welle der Empörung wurde er Anfang des Monats doch wegen Mordes angeklagt. Der Fall trat in den USA auch eine Debatte über Rassismus los.
Publiziert am 20.04.2012