Frankreich wählt: Die Kandidaten im Potemkin’schen Dorf

Wenn die Franzosen am Sonntag einen neuen Präsidenten wählen, haben sie die Wahl zwischen Kandidaten, die den Stolz des Landes und des Volkes preisen. Doch dass das Volk von den Kandidaten in den letzten Wochen tatsächlich viel gesehen hat, darf bezweifelt werden.

Sowohl Amtsinhaber Sarkozy als auch Herausforderer Hollande trafen bei vielen Fototerminen ausgewählte Parteimitglieder. Für Begegnungen mit Arbeitern karrte man für den Präsidenten Männer im Blaumann an, die an jenem Tag eigentlich kältefrei hatten. Von einem Wahlkampf in Potemkin’schen Dörfern ist die Rede. In den Hotspots der Vorstädte sah man den Persönlichkeitswahlkampf mit mehr als gemischten Gefühlen.

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Publiziert am 20.04.2012