Aktivisten: Assad-Regime täuscht UNO-Beobachter
Das syrische Regime versucht nach Angaben der Opposition, die Beobachter der Vereinten Nationen zu täuschen. Aktivisten berichteten am Sonntag, die Soldaten an den Straßensperren der Protesthochburg al-Rastan hätten ihre Uniformen gewechselt. Sie würden jetzt keine Armeeuniformen mehr tragen, sondern Uniformen der Polizei.
Zu den Verpflichtungen, die das Regime von Präsident Baschar al-Assad mit der Unterzeichnung des Sechspunktefriedensplans des UNO-Sondergesandten Kofi Annan eingegangen war, zählt der Abzug der Armee aus den Städten und Dörfern. In al-Rastan hatte es in den vergangenen Monaten mehrfach Gefechte zwischen den Regierungstruppen und Deserteuren der Freien Syrischen Armee gegeben.
UNO stockt auf 300 Beobachter auf
Der UNO-Sicherheitsrat beschloss gestern in New York einstimmig, seine Mission in Syrien auf 300 Beobachter aufzustocken. Die unbewaffneten Militärexperten sollen die Einhaltung des Waffenstillstands, den Annan ausgehandelt hat, überwachen. Unterdessen verkauft das Regime offenbar bereits seine Goldreserven.
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Publiziert am 22.04.2012