LTE: Frequenzvergabe wegen Orange-Übernahme verschoben

Die Telekom-Control-Kommission (TKK) hat die Ausschreibung zur Vergabe von Frequenzen im 800-, 900- und 1.800-MHz-Bereich, der Digitalen Dividende, wegen der geplanten Übernahme des Mobilfunkanbieters Orange durch Hutchison („3“) und den Verkauf der Mobilfunkmarke Yesss an A1 verschoben.

Die Frequenzen der Digitalen Dividende sollen für den Ausbau der nächsten Mobilfunkgeneration LTE genutzt werden. Eigentlich war die Auktion für September geplant, doch weil durch die Übernahme ein Mobilfunker wegfallen würde, fürchtet die TKK in der derzeitigen Situation negative Auswirkungen auf den Wettbewerb, so die TKK gestern in einer Aussendung.

LTE vorerst auf Städte beschränkt

Derzeit sei nicht absehbar, ob der Zusammenschluss seitens der Wettbewerbsbehörde genehmigt werden wird, so die TKK weiter. Auch sei nicht absehbar, wie lange ein Genehmigungsverfahren dauern werde. Das hänge nicht zuletzt von den Mobilfunkern selber ab. Laut Aussendung kann die TKK die Auktion jederzeit starten, die Vorbereitungen seien abgeschlossen. Bei einer zu langen Verfahrensdauer behält sich die TKK auch Änderungen der Bedingungen vor.

Damit bleibt es vorerst bei den bereits vergebenen 2,6-GHz-Frequenzen für LTE, womit sich der schnelle Mobilfunk nur in städtischen Gebieten realisieren lässt. Bis 2013 müssen alle Mobilfunker damit 25 Prozent der heimischen Bevölkerung mit LTE versorgen können.