UNO: Billionenschaden durch organisiertes Verbrechen
Die Vereinten Nationen haben erstmals den weltweiten Schaden durch organisiertes Verbrechen, Drogenschmuggel und Menschenhandel berechnet: Er liegt bei 2,1 Billionen Dollar (1,6 Billionen Euro) jährlich und entspricht damit etwa dem Bruttoinlandsprodukt Italiens bzw. Großbritanniens.
Die für das Jahr 2009 ermittelte Schadenssumme der grenzüberschreitenden Kriminalität entspricht zudem 3,6 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung, wie der Leiter des UNO-Büros zur Drogen- und Verbrechensbekämpfung, Juri Fedotow, gestern in Wien sagte. Allein Menschenhändler kassieren demnach jährlich etwa 32 Milliarden Dollar.
„Es ist klar, dass das, was früher nur als Verbrechen betrachtet wurde, heute eine globale Bedrohung für die Gesundheit, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung der Welt ist“, sagte Fedotow am Rande der Eröffnung der jährlichen UNO-Konferenz zum Thema Kriminalität.
Publiziert am 23.04.2012