Chef der Unglücksreederei Costa Crociere hört auf

Gut drei Monate nach der tragischen Havarie der „Costa Concordia“ gibt es einen Wechsel an der Spitze der italienischen Unglücksreederei Costa Crociere: Der 65-jährige Pier Luigi Foschi höre wie geplant zur Jahresmitte auf, erklärte der US-Mutterkonzern Carnival gestern in Miami. Nachfolger wird ein Deutscher: der bisherige AIDA-Chef Michael Thamm. AIDA gehört ebenfalls zum Weltmarktführer aus Miami.

Thamm tritt sein Amt zum 1. Juli an. Dazu wird er von Hamburg nach Genua wechseln. Foschi wechselt in den Verwaltungsrat von Carnival und wird sich auch weiterhin um die Aufarbeitung des Unglücks kümmern. Am 13. Januar war die „Costa Concordia“ vermutlich wegen eines Fehlers des Kapitäns vor der italienischen Insel Giglio auf einen Felsen gelaufen. 30 Menschen starben, zwei werden noch vermisst.

Publiziert am 23.04.2012