Heinisch-Hosek für „Schnupper-Berufswoche“

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat sich heute anlässlich des „Girls’ Day“ für eine „Schnupper-Berufswoche“ für Schülerinnen und Schüler ausgesprochen. Noch immer würden Mädchen aus nur wenigen Lehrberufen wählen, die noch dazu schlecht bezahlt seien. Am „Girls’ Day“ sollen sie deshalb auf alternative Jobangebote aufmerksam gemacht werden.

Ein Schnuppertag alleine sei jedoch zu wenig für eine Veränderung, meinte die Ministerin bei ihrem Besuch im Burgtheater, wo sie Mädchen einen Besuch abstattete. Heinisch-Hosek: „Sie sollen schauen können, wo die Talente liegen.“ Beginnen sollte man dabei schon im Kindergarten, wo es darum gehe, Pädagogen bereits in der Ausbildung auf Genderaspekte zu sensibilisieren.

Die Ministerin kann sich auch eine stärkere Zusammenarbeit von Unternehmen und Schulen vorstellen und denkt eine „Berufswoche“ an: „Es wäre doch schön, wenn Schüler länger schnuppern können.“ Ziel sollte es sein, mehr Burschen in Sozial- und pädagogische Berufe und Mädchen in Technikjobs zu bringen. Bei all der Information räumte Heinisch-Hosek aber ein: „Man kann die Mädchen nicht zwingen.“

Publiziert am 26.04.2012