Ukraine: Timoschenko-Vorwürfe werden untersucht

Nach wachsendem internationalem Druck im Fall Julia Timoschenko hat die Ukraine eine Untersuchung der Vorwürfe angeordnet, die Oppositionspolitikerin sei im Gefängnis misshandelt worden. Er habe die Generalstaatsanwaltschaft angewiesen, der Frage nachzugehen, sagte Präsident Viktor Janukowitsch heute.

Die Europäische Union will sich selbst ein Bild machen. Die Behörden der Ukraine seien gebeten worden, den EU-Botschafter in Kiew zu der erkrankten Politikerin vorzulassen, ließ die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton mitteilen.

Timoschenko in die EU?

Er hoffe auf eine schnelle Klärung der Vorwürfe Timoschenkos, sagte Janukowitsch bei einer Veranstaltung zum Baubeginn der neuen Betonhülle für das zerstörte Atomkraftwerk von Tschernobyl. Tags zuvor hatte Vizeregierungschef Waleri Choroschkowski nicht ausgeschlossen, dass Timoschenko ins Ausland entlassen werden könnte.

Wenn die Frage in den Verhandlungen mit der EU über ein Assoziierungsabkommen die einzig offene bleibe, sei eine solche Ausnahme denkbar, sagte er in Brüssel. Deutschland hat die Aufnahme Timoschenkos zur medizinischen Behandlung angeboten.

Publiziert am 26.04.2012