Al Jaber plant Millionenklage gegen Bank Austria
Der saudisch-österreichische Investor Mohamed Al Jaber plant eine Millionenklage gegen die Bank Austria, schreibt der „Kurier“ auf seiner Website. Das Geldinstitut habe Al Jaber ab April 2011 mehrfach öffentlich Zahlungsunfähigkeit unterstellt und damit gegen das Bankgeheimnis verstoßen, so die Zeitung unter Berufung auf Al Jabers Anwälte.
Vor dem Handelsgericht Wien werde nun auf Schadenersatz in der Höhe von vorerst einer Million Euro geklagt, heißt es in dem Bericht. Die Schadenersatzklage könne im Laufe des Prozesses auf das Zigfache ausgedehnt werden. Bank-Austria-Sprecher Martin Halama wollte sich dazu auf APA-Anfrage nicht äußern.
Das Publikmachen von Zahlungsproblemen in Österreich soll Al Jaber international viel Geld gekostet haben. Nicht nur die Bank Austria stellte damals neun Millionen Euro fällig, auch Banken im arabischen und englischen Raum reagierten ähnlich. Al Jaber verfügt angeblich über ein Gutachten eines internationalen Wirtschaftsprüfers, das den Schaden mit 700 bis 800 Mio. Dollar beziffert.
Publiziert am 26.04.2012