Irland erhält mehr Spielraum für Wachstumsinvestitionen
Irland bekommt von seinen internationalen Geldgebern mehr Freiraum, um Privatisierungserlöse in die Ankurbelung der Wirtschaft zu stecken. Die Sparfortschritte der Regierung erhielten gestern grundsätzlich den Segen von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds. Allerdings verwiesen beide auf die Gefahr eines zu geringen Wachstums.
Die bisherige Vorgabe, nach der die Regierung in Dublin mindestens zwei Drittel der Einnahmen aus dem Verkauf von Staatsbesitz in die Schuldentilgung stecken muss, soll deshalb etwas lockerer ausgelegt werden dürfen. Irland erwartet ein Wirtschaftswachstum von unter einem Prozent in diesem Jahr.
Irland will Anteile an Energiekonzernen, eine frühere staatliche Fluglinie und Teile des Forstwesens verkaufen. Die Regierung hatte jüngst zugestimmt, das anvisierte Einnahmenziel auf drei Milliarden Euro zu erhöhen, um eine Milliarde Euro zum Investieren zu haben.
Publiziert am 26.04.2012