Pakistan schiebt Bin Ladens Familie nach Saudi-Arabien ab
Knapp ein Jahr nach der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden hat Pakistan seine Familie abgeschoben. Die drei Witwen und etwa zehn Kinder hätten Pakistan in der Früh(Ortszeit) mit einer Sondermaschine Richtung Saudi-Arabien verlassen, teilte ein Sprecher des Innenministeriums in Islamabad mit. Die Frauen, zwei stammen aus Saudi-Arabien, die dritte aus dem Jemen, waren in Pakistan zu 45 Tagen Haft wegen illegalen Aufenthalts in dem Land verurteilt worden. Die Haftstrafe hatten sie bereits zehn Tage vor der Abschiebung verbüßt.
USA: Keine Hinweise auf Terrorpläne
Die US-Behörden sind vor dem ersten Jahrestag am 2. Mai 2011 unterdessen besonders wachsam. Ihnen lägen aber keine „glaubhaften Informationen“ über geplante Terroraktionen zu diesem Datum vor, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, gestern in Washington.
Ähnlich hatten sich zuvor auch die Bundespolizei FBI und das Heimatschutzministerium in einem Sicherheitsbulletin an örtliche Polizeistationen geäußert. Darin hieß es laut dem Sender Fox News zugleich, die Behörden seien aber weiterhin besorgt, dass Einzelpersonen aus der Terrorszene den Jahrestag nutzen könnten, den Tod Bin Ladens zu rächen. Der Terroristenführer war auf seinem Anwesen in Pakistan von einer US-Eliteeinheit gestellt und erschossen worden.
Publiziert am 26.04.2012