Neun Tote bei Selbstmordanschlag in Damaskus
Bei einem Sprengstoffanschlag in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind heute mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Das meldeten die staatlichen Medien, die von einem Selbstmordattentat sprachen. Ärzte in einem nahe gelegenen Krankenhaus sprachen von fünf Toten und etwa 30 Verletzten. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.
Den Staatsmedien zufolge sprengte sich ein Mann um die Mittagszeit neben einer Moschee im Viertel al-Midan in die Luft. In dem vorwiegend von sunnitischen Muslimen bewohnten Viertel hatte es seit Beginn des Aufstandes gegen Präsident Baschar al-Assad nach dem Freitagsgebet mehrfach Anti-Regime-Demonstrationen gegeben.
Auch im Viertel al-Sinaa detonierte heute ein Sprengsatz, der ein Auto stark beschädigte. Ein weiterer Sprengsatz explodierte nach Angaben der Syrischen Beobachtunsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London in der Stadt Banijas. Dort sollen drei Angehörige der Sicherheitskräfte verletzt worden sein.
Video dazu in iptv.ORF.at
Publiziert am 27.04.2012