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Entschuldigung nach umstrittenem Sager

In Frankreich hat ein konservativer Abgeordneter für verunglimpfende Äußerungen über Valerie Trierweiler, die Lebensgefährtin des sozialistischen Präsidentschaftskandidaten Francois Hollande, heftige Kritik geerntet.

Hollande forderte Amtsinhaber Nicolas Sarkozy, dessen Partei UMP der Parlamentarier angehört, am Donnerstag auf, die Äußerungen des Parteifreunds „sofort“ zu verurteilen, was Sarkozys Sprecherin Nathalie Kosciusko-Morizet tat. Im Internetkurznachrichtendienst Twitter erklärte sie, „Frauenfeindlichkeit und Beschimpfungen“ seien kein Ersatz für politische Argumente.

Der Abgeordnete Lionnel Luca hatte am Mittwoch auf einer Veranstaltung der UMP zur Unterstützung Sarkozys für die Stichwahl am 6. Mai den Herausforderer Hollande, vor allem aber die Journalistin Trierweiler angegriffen. Er nannte sie „Valerie Rottweiler“ und fügte hinzu, für den Hund sei das „nicht nett“. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP nannte er die Äußerung am Donnerstag „sehr amüsant“ und fügte hinzu, es stimme, dass im Gegensatz zu Trierweiler ein Rottweiler von niemandem etwas fordere.

Trierweiler plaudert aus dem Nähkästchen

Die Lebensgefährtin Hollandes wirbt unterdessen für die Vorzüge des Präsidentschaftskandidaten, verrät aber auch seine Marotten. „Er macht nie die Türen der Kästen oder Zimmer zu“, sagte Trierweiler der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Femme actuelle“. Inzwischen habe sie aber verstanden, dass sich damit ein Charakterzug verbinde: „Er verschließt seine Tür vor niemandem und hat nichts zu verbergen.“

Die 47-Jährige berichtete außerdem, dass der zehn Jahre ältere Hollande privat sehr ausgeglichen sei. „Was auch seine Sorgen sein mögen, er lässt sie nie spüren.“ Außerdem helfe ihr Partner viel im Haushalt mit: „Er geht einkaufen, kocht - mit viel Butter.“ Sie selbst wolle auch in Zukunft weiter als Journalistin arbeiten, um für ihre drei Söhne aufzukommen, damit nicht Hollande oder der französische Staat für die Kinder zahlen müsse.

Umzug in den Elysee-Palast ungewiss

Ob ihre Kinder im Teenageralter im Falle eines Wahlsieges von Hollande mit in den Elysee-Palast ziehen, konnte Trierweiler nicht sagen. „Darüber haben wir noch nicht geredet.“ Allerdings habe sie den Eindruck, dass ihre Söhne das nicht wollten. Hollande hat seinerseits vier erwachsene Kinder mit der früheren sozialistischen Präsidentschaftskandidatin Segolene Royal, der Präsidentin der Atlantikregion Poitou-Charentes.

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Publiziert am 27.04.2012