Spaceshuttle „huckepack“ in New York gelandet

In New York ist ein Spaceshuttle gelandet. Die „Enterprise“ reiste allerdings auf dem Rücken einer umgebauten Boeing 747 und setzte gestern (Ortszeit) auf dem John-F-Kennedy-Flughafen auf. Die Raumfähre soll nach Ende des Shuttleprogramms ihr Zuhause in New York als Ausstellungsstück finden. Tausende New Yorker und Touristen genossen bei strahlend blauem Himmel den Logenplatz, den die NASA ihnen bot.

Video dazu in iptv.ORF.at

Die Weltraumbehörde ließ den Shuttle fast zwei Stunden über New York kreisen. In nur ein paar hundert Metern Höhe überflog das gewaltige Gespann zum Beispiel das Empire State Building und das neue World Trade Center. Immer wieder flog es über die Freiheitsstatue. Schließlich landeten Jumbo und Gleiter sicher auf dem JFK-Flughafen.

Die „Enterprise“ wird demnächst auf dem Flugdeck der „Intrepid“ landen - allerdings per Kran von einem Frachtschiff aus, das sie vom Flughafen zu dem Schiff im Hudson-Fluss bringt. Der Flugzeugträger aus dem Zweiten Weltkrieg ist ein Marine- und Luftfahrtmuseum. Neben Kampfflugzeugen aus aller Welt beherbergt der Träger eine ausgemusterte Concorde.

Nie im All gewesen

Die „Enterprise“ war die erste der sechs Raumfähren, aber nie im All. Der nach dem Fernsehraumschiff benannte Shuttle diente nur Flugtests und reiste stets „huckepack“ in einige Kilometer Höhe. Vom Rücken des schneeweißen „Shuttle Carrier Aircraft“ - der umgebauten Boeing, die sie jetzt auch nach New York brachte - wurde das tonnenschwere Gerät abgesetzt, um dann selbst zu landen. Ohne die Trockenübungen der „Enterprise“ hätten „Columbia“, „Challenger“, „Discovery“, „Atlantis“ und „Endeavour“ später keine Raumfahrtgeschichte schreiben können.

Nach dem Ende des Shuttleprogramms im Juli vergangenen Jahres sollen die vier verbliebenen Fähren - „Challenger“ und „Columbia“ verunglückten 1986 und 2003 - auf verschiedene Institutionen verteilt werden.

Publiziert am 28.04.2012