USA offenbar kompromissbereit im Atomkonflikt mit Iran
Die USA wollen im Atomkonflikt mit dem Iran offenbar Zugeständnisse machen. Wie die „Los Angeles Times“ heute berichtete, erwäge die Regierung von Präsident Barack Obama, Teheran die Anreicherung von Uran bis auf fünf Prozent zuzubilligen. Im Gegenzug müsse das Land vollständigen und ungehinderten internationalen Kontrollen seines Atomprogramms zustimmen.
Wenn der Iran diesen Forderungen zustimme, könne es Verhandlungen darüber geben, zitiert die Zeitung einen hochrangigen Regierungsvertreter. „Und vielleicht können wir dorthin gelangen.“
Der namentlich nicht genannte Mitarbeiter des Weißen Hauses äußerte sich jedoch skeptisch mit Blick auf die bisherige mangelnde Bereitschaft des Iran, auf Forderungen der internationalen Gemeinschaft einzugehen. Die hatte am 14. April in Istanbul eine neue Gesprächsrunde zur friedlichen Lösung des Atomstreits mit dem Iran begonnen.
Iran kündigte neue Gespräche mit IAEA an
Der Iran hat eine Fortsetzung der Gespräche mit der in Wien ansässigen Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) über sein Atomprogramm angekündigt. Sie seien für den 14. und 15. Mai angesetzt, sagte der iranische IAEA-Vertreter, Ali Asghar Soltanieh, der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. Das beweise die „friedliche Natur aller Atomprojekte“ seines Landes.
Vor zwei Monaten war ein Treffen gescheitert. Westlichen Diplomaten zufolge weigert sich der Iran weiterhin, den UNO-Inspektoren Zugang zu einer Militäranlage zu gewähren. Die islamische Republik wird verdächtigt, an Kernwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist das zurück.
Publiziert am 28.04.2012