Zahlreiche Tote bei Sprengstoffanschlägen in Syrien
Bei zwei Sprengstoffanschlägen in der syrischen Stadt Idlib sollen heute 20 Menschen getötet worden sein. Aktivisten sprachen zudem von Dutzenden Verletzten. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London erklärte, die meisten Opfer seien Angehörige der Sicherheitskräfte.
Einer der beiden Sprengsätze sei in der Nähe des Gebäudes des Geheimdienstes der Luftwaffe detoniert, hieß es. Die zweite Bombe explodierte den Angaben zufolge in der Nähe des Sitzes des Militärsicherheitsdienstes.
Nahe UNO-Beobachtern
Einige Aktivisten behaupteten, das Regime von Präsident Baschar al-Assad sei für die Anschläge verantwortlich. Die Sprengsätze seien unweit eines Hotels detoniert, in dem Mitglieder der UNO-Beobachtermission untergebracht gewesen seien.
Die staatliche Nachrichtenagentur SANA berichtete derweil, „eine Gruppe bewaffneter Terroristen“ habe das Gebäude der Zentralbank in Damaskus mit Panzerfäusten angegriffen.
Aktivisten meldeten außerdem, im Umland von Damaskus sei eine Autobombe explodiert. In den Provinzen Homs, Deir as-Sor, Damaskus und Hama zählten sie in der Früh fünf Opfer der Truppen des Regimes. Darunter seien ein Christ und ein mutmaßlicher Assad-Gegner, der an den Folgen von Folterungen gestorben sei.
Video dazu in iptv.ORF.at
Publiziert am 30.04.2012