Berlin: Ruhiger Auftakt bei Protesten zum 1. Mai

Bei einer Demonstration linker Gruppen im Berliner Stadtteil Wedding ist es am Vorabend des 1. Mai zu vereinzelten Flaschenwürfen gegen Polizeiautos gekommen. Augenzeugen berichteten auch von Steinwürfen, Schäden habe es aber keine gegeben. Die Polizei halte sich auffällig zurück, hieß es. Beamten forderten die Demonstranten auf, die Würfe zu unterlassen. Auf dem Dach eines Hauses zündeten mehrere Vermummte bengalische Feuer an. Sie ließen auch Leuchtraketen steigen und warfen Böller.

Laut Polizei zogen mehr als 1.000 Demonstranten unter dem Motto „Nimm, was Dir zusteht“ durch den Stadtteil. Der Zug wurde von rund 500 Beamten begleitet. Die „Antikapitalistische Walpurgisnacht“ fand am Abend erstmals in dem früheren Arbeiterbezirk statt. Die Veranstalter wollten damit ein Zeichen gegen soziale Ausgrenzung und steigende Mieten setzen.

Publiziert am 30.04.2012