Nigeria sucht Hilfe im Kampf gegen Boko Haram

Mit Blick auf die für zahlreiche Anschläge in Nigeria verantwortliche Islamistensekte Boko Haram wollen fünf west- und zentralafrikanische Staaten ihre Zusammenarbeit für die Sicherheit in der Region ausbauen.

Die Staatschefs von Nigeria, Niger, Kamerun, dem Tschad und der Zentralafrikanischen Republik vereinbarten heute in N’Djamena eine Reaktivierung der multinationalen Sicherheitstruppe der Kommission des Tschad-See-Beckens (CBLT), wie aus einer Erklärung hervorgeht. In dem Dokument wird Boko Haram nicht erwähnt, Teilnehmer verwiesen jedoch auf den Zusammenhang.

Ein Experte sagte der Nachrichtenagentur AFP, die 1998 gegründete multinationale Truppe habe de facto niemals existiert, „aber die Bedrohung durch Boko Haram zwingt die Staaten zu deren Einsetzung“. Der Generalsekretär des tschadischen Außenministeriums, Moussa Mahamat Dago, sagte, die Reaktivierung der Truppe sei „angesichts der aktuellen Lage eine wichtige historische Entscheidung“. Er verwies vor allem auf Boko Haram als Gefahr für die Sicherheit in der Region.

Publiziert am 01.05.2012