Alpenländer fassen Mautgebühr ins Auge

Die Verkehrsminister der Alpenländer - darunter die Schweiz - fassen eine von der Nachfrage abhängige Straßengebühr ins Auge. Die Runde einigte sich gestern in Leipzig darauf, ein Konzept zu vertiefen. Die Alpentransitbörse erhält damit einen Dämpfer.

Die Leitung der Konferenz hatte die Schweizer Verkehrsministerin Doris Leuthard. Beim Thema Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene kam die Runde überein, das Konzept für „Toll+“ zu vertiefen. Dieses sieht Abgaben vor, die zu Spitzenzeiten höher sind als zu Randzeiten. Ziel ist, verursachergerechte Kosten zu erreichen und den Verkehr gleichmäßiger zu verteilen.

Die Runde verabschiedete zwei Studien zu „Toll+“, zur Alpentransitbörse und zum Handel mit Emissionen. Die Schweizer Regierung nannte die Börse im Verlagerungsbericht von Ende 2011 eine nötige Maßnahme zur Erreichung des Verlagerungsziels. Doch schon damals sah sie Probleme für die Umsetzung.