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Streit über Annäherung an Front National
UMP-Chef Jean-Francois Cope stellte am Mittwoch in der konservativen Pariser Zeitung „Le Figaro“ klar: „Kein Bündnis und keine Gespräche mit der Front National“. Außenminister Alain Juppe wies die Annäherungssignale von Longuet scharf zurück. Longuet spreche nur für sich selbst, sagte Juppe am Mittwoch. Es könne für die UMP keine Vereinbarungen mit der Front National und deren Führung geben. Auch Ex-Premierminister Jean-Pierre Raffarin bedauerte „Inhalt und Form“ der Aussagen Longuets. Die frühere UMP-Justizministerin Rachida Dati zeigte sich „schockiert“ über Longuets Äußerungen.
Longuet: Großer Unterschied zu Le Pens Vater
Longuet, der in seiner Jugend selbst mit der extremen Rechten sympathisiert hatte, bezeichnete in einem Interview mit der rechtsextremen Zeitschrift „Minute“ Marine Le Pen als mögliche „Gesprächspartnerin“. Es gebe einen deutlichen Unterschied zwischen der derzeitigen FN-Parteichefin und ihrem Vater Jean-Marie Le Pen, sagte Longuet. „Es ist jetzt möglich, über schwierige Themen mit einer Gesprächspartnerin zu reden, die nicht entgegenkommend ist, die sich aber nicht disqualifiziert hat.“
Für einen Sieg in der Stichwahl gegen den sozialistischen Herausforderer Francois Hollande am Sonntag braucht der UMP-Kandidat Sarkozy mindestens drei Viertel der Stimmen der FN-Wähler. Le Pen hatte in der ersten Wahlrunde am 22. April überraschend fast 18 Prozent der Stimmen bekommen. Aus Kreisen Le Pens verlautete unterdessen laut Medienberichten, die FN-Führung rechne mit einer Implosion der UMP, falls Hollande die Wahl gewinnen sollte. Die FN werde dann die Führung der Opposition übernehmen können.
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Publiziert am 04.05.2012