UNO: Neue Medien als Anstoß für Demokratisierung
Internet, Smartphones und Satellitenfernsehen haben nach Auffassung der Vereinten Nationen eine entscheidende Rolle im „arabischen Frühling“ gespielt. „Mit der zunehmenden Verbreitung dieser Instrumente wird die Welt ganz sicher noch weitere historische Wandel sehen“, sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon gestern zum Welttag der Pressefreiheit in New York.
Ban und sein Gast, der irische Präsident Michael Higgins, schwiegen symbolisch eine Minute für die mehr als 60 Journalisten, die im vergangenen Jahr getötet worden seien. Dem Komitee zum Schutze von Journalisten zufolge wurden im vergangenen Jahr 179 Journalisten ins Gefängnis geworfen, 20 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
21 Tote seit Jahresbeginn
„Straflosigkeit für die, die Journalisten angreifen, bleibt verstörend gängig“, sagte Ban. „Das gilt sogar für Attentate, die bei helllichtem Tage ausgeführt werden, um eine besonders brutale Botschaft der Gewalt zu vermitteln.“
Seit Jahresbeginn wurde im Schnitt alle fünf Tage ein Journalist getötet. Darauf wies die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) aus Anlass des Jahrestages der Pressefreiheit hin. RSF führt in einem eigenen Barometer fortlaufend Buch über getötete und verhaftete Medienvertreter. Seit Jahresbeginn wurden demnach 21 Journalisten getötet sowie 161 Journalisten und 121 Onlinedissidenten inhaftiert.
Publiziert am 03.05.2012