Neue Gewalt vor Parlamentswahl in Syrien
Drei Tage vor der geplanten Parlamentswahl in Syrien haben Aktivisten neue Kämpfe und Angriffe der Regierungstruppen gemeldet. Mindestens zehn Menschen seien getötet worden.
Wie die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter mit Sitz in London heute meldete, starben in der Nacht im Umland von Hama drei Zivilisten, als Angehörige der Truppen von Präsident Baschar al-Assad an einer Straßensperre das Feuer auf ihr Fahrzeug eröffneten. Für heute Nachmittag hatten Regimegegner zu landesweiten Demonstrationen unter dem Motto „Unsere Aufrichtigkeit“ aufgerufen.
Die Syrer sollen am Montag 250 Parlamentsabgeordnete wählen. Die Opposition will die Wahl boykottieren. Zwei Kandidaten waren während des Wahlkampfes in den Protesthochburgen Daraa und Idlib getötet worden.
Annan sieht Fortschritte in Syrien
Der UNO-Vermittler für Syrien, Kofi Annan, sieht trotzdem Fortschritte bei der Umsetzung seines Friedensplans in dem arabischen Land. Allerdings könne eine Krise, die seit mehr als einem Jahr anhalte, nicht in „einem Tag oder einer Woche“ gelöst werden, sagte Annans Sprecher Ahmed Fawsi in Genf.
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Publiziert am 04.05.2012