Lehrerdienstrecht für Gewerkschaft nicht erhofftes „großes Paket“

Das von der Regierung angekündigte „große Paket“ haben Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ), Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) und Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) der Gewerkschaft mit dem überreichten 26-seitigen Entwurf für ein neues Lehrerdienstrecht nicht geliefert, resümierte Lehrervertreter Paul Kimberger (FCG) nach einer ersten Durchsicht im „Kurier“ (Samstag-Ausgabe) und dem Ö1-Journal.

So gebe es bei der angekündigten Entlastung der Lehrer durch mehr Verwaltungspersonal lediglich Absichtserklärungen, aber keine Festlegung, wie dieses im Schulsystem verankert werden soll. Außerdem fehlt dem Vorsitzenden der ARGE Lehrer in der Gewerkschaft auch ein Tätigkeitsprofil für Lehrer oder Details, wie die Qualität der Schulen verbessert werden soll. Auch die angekündigte Reform der Lehrerausbildung mit einem Masterabschluss für alle Pädagogen komme nicht vor.

Bei den nächsten Terminen müssen aus Kimbergers Sicht jedenfalls noch etliche „Dinge, die uns versprochen wurden und die unserer Vorstellung nach in eine neues Dienstrecht gehören“ nachgereicht werden, betonte er gegenüber der APA. Wenn Fekter fordere, dass die Lehrer mehr Zeit bei den Schülern verbringen sollen, müsse klargestellt werden, was zur Arbeit eines Lehrers zählt.

Publiziert am 04.05.2012