Letzte kanadische Ein-„Penny“-Münze geprägt

In Kanada ist gestern zum letzten Mal eine Ein-„Penny“-Münze geprägt worden. Finanzminister Jim Flaherty machte seine Ankündigung vom März wahr, die kostspielige Herstellung des Geldstücks zu beenden. Die mehr als hundertjährige Geschichte der „Penny“-Münze sei jedoch „beachtenswert“, sagte er.

Produktion deutlich über Nominalwert

Die letzte „Penny“-Münze ist für das Währungsmuseum der kanadischen Zentralbank in Ottawa bestimmt. Bisher wurden jährlich „Pennys“ mit einem Gewicht von insgesamt 7.000 Tonnen hergestellt, was rund elf Millionen kanadische Dollar (knapp 8,3 Millionen Euro) kostete. Zuletzt lagen die Herstellungskosten für jede einzelne Münze beim 1,6-Fachen des Nominalwerts.

Die ersten kanadischen „Penny“-Kupfermünzen waren im Jahr 1908 geprägt worden. Mit der Zeit nahm ihr Nutzwert aber stark ab. Inzwischen können sie nicht mehr in Automaten geworfen werden. Zudem müssen Händler nur maximal 25 einzelne „Penny“-Stücke auf einmal annehmen. Im Umlauf befindliche „Pennys“ behalten aber ohne zeitliche Begrenzung ihre Gültigkeit.

Publiziert am 04.05.2012