Hunderte Verletzte bei erneuten Unruhen in Kairo

Drei Wochen vor der ersten freien Präsidentschaftswahl in Ägypten sind bei erneuten Ausschreitungen in der Hauptstadt Kairo Hunderte Menschen verletzt worden. Ein Polizist soll ums Leben gekommen sein, hieß es heute Früh.

Einem Bericht der Zeitung „Al-Ahram“ zufolge wurden rund 370 Menschen verletzt und mehr als 170 festgenommen. Die Demonstranten hatten gestern versucht, vor das Verteidigungsministerium zu ziehen und den Chef des regierenden Militärrates, Hussein Tantawi, zum Rücktritt aufgefordert. Sie griffen Soldaten, die das Ministerium absicherten, mit Steinen an. Die Armee ging mit Wasserwerfern, Tränengas und Schlagstöcken gegen die Menge vor. Das Militär verhängte über die umliegenden Stadtteile eine nächtliche Ausgangssperre.

Das Militär regiert das Land seit dem Sturz des autokratischen Präsidenten Hosni Mubarak, hat aber einen Übergang zur Demokratie angekündigt.

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