NATO schließt Militäreinsatz in Syrien aus
NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat einen Einsatz der Militärallianz in Syrien ausgeschlossen. „Die NATO hat keine Absicht, in Syrien militärisch einzugreifen“, sagte Rasmussen gestern in einem Interview mit der deutschen „Bild“-Zeitung (Onlineausgabe).
Syrien sei ein „viel komplizierteres Land“ als Libyen. Deshalb könne ein Militäreinsatz in Syrien „viel größere Konflikte entfachen“, so Rasmussen. Außerdem habe es im Fall Libyen ein „klares Mandat der Vereinten Nationen und eine Unterstützung der Nachbarländer“ gegeben. Das gebe es bei Syrien nicht. In Libyen hatte die NATO im vergangenen Jahr zahlreiche Luftangriffe geflogen.
Kein Ende der Gewalt
Rasmussen rief die Führung in Damaskus auf, die Kampfhandlungen gegen die eigene Bevölkerung einzustellen. In Syrien müsse es eine „politische Lösung mit einem starken Engagement der Länder in der Region geben“.
In der zweitgrößten syrische Stadt Aleppo detonierte nach Angaben der Opposition ein Sprengsatz. Mindestens drei Menschen seien bei der Explosion in einem Vorort getötet worden, teilte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Bombe explodierte demnach im Bezirk Tal al-Sarasir, als ein Bus vorbeifuhr.
Publiziert am 05.05.2012