UNO ruft USA zur Rückgabe von Indianer-Gebieten auf

Die US-Regierung soll nach dem Willen eines UNO-Experten den Nachfahren amerikanischer Ureinwohner die Kontrolle über ihre als heilig geltenden Gebiete zurückgeben. Das forderte der UNO-Sonderberichterstatter für die Rechte von indigenen Völkern, James Anaya, in New York.

In Fischfang- oder Jagdgebieten sei die Überlebensfähigkeit der Völker bedroht, weil dort die Umwelt unter anderem durch den Abbau von Rohstoffen zerstört werde.

Entscheidungsfreiheit als Ziel

Anaya rief die US-Regierung dazu auf, mit weitgreifenden Maßnahmen die Rechte der indigenen Völker zu schützen. „Das Ziel muss sein, Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit über ihre Angelegenheiten auf allen Ebenen zu stärken“, erklärte Anaya.

Kulturelle Integrität und sozioökonomische Entwicklung sei für die indigenen Gruppen eng mit dem Recht am eigenen Land verbunden sei, so Anaya. Die „Geschichte der Unterdrückung“ müsse ein Ende finden. Zwar hätten viele Stämme bereits funktionierende Regierungen und Gerichte etabliert. Die Schwierigkeiten seien vielerorts trotzdem gravierend.

Publiziert am 05.05.2012