„Kurier“ berichtet von neuer Spur in Causa Grasser

Der „Kurier“ berichtet in seiner Onlineausgabe davon, dass die Staatsanwaltschaft in der Causa BUWOG - dabei wird unter anderem geprüft, ob Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser Provisionen erhielt - neue Informationen erhalten haben soll. Eine unabhängige Bestätigung für den Bericht gibt es bisher nicht.

Ausgerechnet einer von Grassers früheren Vertrauten, Ex-Kabinettsmitglied Heinrich Traumüller, soll demnach gegenüber den Ermittlern neue Details genannt haben. Grasser, für ihn gilt die Unschuldsvermutung, bestreitet selbst vehement, Geld bei der Privatisierung der BUWOG kassiert zu haben.

Verweis auf internen Vermerk

Konkret bezieht sich der „Kurier“ auf einen internen Vermerk der Anklagebehörde, wonach Traumüller Details angeführt habe, „die Anlass zu weiteren dringenden Erhebungen geben“. Und der Akt mit den neuen Angaben Traumüllers sei zur Verschlusssache erklärt worden, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Damit sind diese Unterlagen dem U-Ausschuss nicht zugänglich.

Nach Auftritt vor U-Ausschuss

Laut „Kurier“ soll Traumüller nach seiner Aussage vor dem U-Ausschuss am Donnerstag vor einer Woche die Staatsanwaltschaft kontaktiert haben. Die Behörde hatte bereits vor Tagen bestätigt, dass Traumüller nach seinem Auftritt vor dem U-Ausschuss erneut geladen worden war.

Im Anschluss daran soll Traumüller einen Nachmittag lang verwirrt in der Innenstadt herumgeirrt sein. Er soll von besorgten Angehörigen zwischendurch sogar als abgängig gemeldet worden sein. Laut „Kurier“ wurde Traumüller schließlich per Handypeilung gefunden und nach einer Nacht in einem Wiener Spital soll er sich an die Staatsanwaltschaft gewandt haben.

Publiziert am 05.05.2012