Wieder schwere Kämpfe in Syrien

In Syrien sind der Opposition zufolge erneut schwere Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen ausgebrochen. Aufständische griffen Panzerstellungen der Armee in der Stadt Deir al-Zor am Euphrat an, teilten Menschenrechtler und Einwohner heute mit. Angaben zu Opfern lagen nicht vor.

Der Rebellenangriff sei eine Reaktion auf eine Offensive des Militärs gegen Städte und Dörfer in der Region an der Grenze zum Irak, bei der in den vergangene Tagen zahlreiche Menschen getötet worden seien, hieß es weiter. Die seit dem 12. April geltende Waffenruhe wurde von beiden Seiten immer wieder verletzt.

Erst am Vortag wurden bei einem Bombenanschlag in der Stadt Aleppo fünf Menschen getötet. Die oppositionelle Freie Syrische Armee bekannte sich zu dem Anschlag. Die neue Gewalt ist ein weiterer Rückschlag für den Friedensplans des internationalen Syrien-Vermittlers Kofi Annan. Der Plan sieht neben der Waffenruhe auch die Entsendung von Beobachtern sowie den freien Zugang für Journalisten und Hilfsorganisationen vor. Derzeit sind rund 50 Beobachter in Syrien tätig.

Publiziert am 06.05.2012