Causa Madoff: Weiteres Urteil gegen Bank Austria

Die Bank Austria hat in der Madoff-Affäre erneut eine Niederlage vor Gericht hinnehmen müssen, wenngleich zunächst nur in erster Instanz, denn das Institut wird in Berufung gehen. Der Kläger hatte 2003 Primeo-Fonds-Anteile um 51.000 Euro gekauft und sich durch Angaben im Prospekt in die Irre geführt gefühlt.

Laut Handelsgericht Wien ist „der Fall ein Paradebeispiel dafür, dass Prospektangaben unrichtig und unvollständig sind“, berichtete die „Wiener Zeitung“ (Samstag-Ausgabe). Als Repräsentantin und Prospektkontrollor hätte es die Bank unterlassen, die grundlegende Abweichung der Primeo-Konstruktion von österreichischen Investmentfonds im Emissionsprospekt 2002 darzustellen.

Die Bank Austria wird gegen das Urteil berufen. „Bisher gibt es lediglich zwei rechtskräftige Urteile in Sachen Primeo, beide zugunsten der Bank Austria, womit sie unseren Rechtsstandpunkt bestätigen. Darüber hinaus kommentieren wir laufende Verfahren nicht“, wird Bank-Austria-Sprecher Martin Halama zitiert.

Publiziert am 06.05.2012