Posten als Euro-Gruppe-Chef für Schäuble vorstellbar

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kann sich vorstellen, den einflussreichen Vorsitz der Euro-Gruppe zu übernehmen. „Wenn ein Politiker wie Jean-Claude Juncker sagt, ich wäre für solch ein vermittelndes Amt geeignet, dann ist das keine Beleidigung“, sagte Schäuble dem „Focus“.

Er fügte hinzu: „Er sagt es, wie es ist: Der Wolfgang will, dass ich es bleibe. Und ich will, dass er es wird.“ Wichtig sei, dass die Euro-Gruppe ihre Aufgabe gut wahrnehme. Das habe sie mit dem Vorsitzenden Juncker gut getan, sagte Schäuble. „Und das muss auch für die Zukunft gesichert sein. Und den Rest warten wir mal ab.“

Auf die Frage, ob er das Amt eher als Traumjob oder wegen der Euro-Krise eher als Alptraum empfände, antwortete Schäuble: „Es ist nicht mein Traum. Aber es wäre auch kein Alptraum. Wenn wir unsere Verantwortung für unser Land und Europa wahrnehmen, dann muss Deutschland in politischen Gremien immer eine gewisse Führungsverantwortung tragen.“

Publiziert am 06.05.2012