Tschechien stoppt vorerst Schiefergaspläne

Tschechien wird in den nächsten Jahren die Förderung von Schiefergas nicht genehmigen. Umweltminister Tomas Chalupa hat sich entschlossen, alle Gesuche von Förderfirmen zu blockieren, mit dem Argument, dass die tschechische Gesetzgebung dafür noch nicht vorbereitet sei, berichtete die Wirtschaftstageszeitung „Hospodarske noviny“ (Montag-Ausgabe).

Er wolle einen bestimmten Zeitraum, „vielleicht ein Jahr oder zwei“, für die Vorbereitung des rechtlichen Rahmens ansetzen. „Im Laufe dieser Zeit werden keine Genehmigungen erteilt, nicht einmal Genehmigungen für Forschungsarbeiten“, so Chalupa. Sein Stellvertreter Tomas Tesar erklärte dazu, dass „schon die Forschung die Anwendung einer Fördertechnologie bedeutet“.

In Tschechien wurden bisher mehrere Regionen identifiziert, in denen Schiefergas vermutet wird. Laut einer im Auftrag des Umweltministeriums erstellten Studie handelt es sich unter anderem um die Gebiete in der Nähe der mittelböhmischen Stadt Beroun, der nordböhmischen Stadt Nachod und um das mittelmährische Prerov.

Publiziert am 07.05.2012