Air-Berlin-Sparpaket trifft Niki hart
Die zur deutschen Air Berlin gehörenden Fluggesellschaft Niki ist vom Sparpaket der deutschen Mutter mit einem zweistelligen Millionenbetrag betroffen. Niki-Geschäftsführer Christian Lesjak sprach heute von zwölf Mio. Euro im Jahr.
Bisher waren zehn Mio. Euro genannt worden. Die Summe sei aber im Großen und Ganzen bereits „gestemmt“, sagte Lesjak bei einer Pressekonferenz mit Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn in Wien.
Gespart werden soll auf allen Fronten: Treibstoffe, Flughafengebühren und Catering. Mehdorn sagte heute umgekehrt, Air Berlin werde den Flughafen Wien als „Hub“ ausbauen, vor allem für das expandierende Südosteuropa-Geschäft, aber auch als Asienknotenpunkt. Bei der Pressekonferenz beklagten sowohl Mehdorn als auch Lesjak budgetäre Belastungen durch die Ticketsteuern in beiden Ländern.
Ab 1. Juli ist Lesjak Alleingeschäftsführer bei Niki. Der langjährige Vorstand Otmar Lenz geht als operativer Manager in Pension, bleibt aber Konsulent. Bekanntgegeben wurde zudem, dass die Niki-Flugzeuge ab Herbst einen neuen Anstrich bekommen, der dem Design von Air Berlin angenähert ist. Die Grundfarbe wird Weiß sein, an der Heckflosse prangt dann das Air-Berlin-Logo, am Bauch bleibt es beim Niki-Logo. Die Marke Niki bleibe erhalten, wurde heute mehrfach betont.
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Publiziert am 07.05.2012