Schmied: Gemeinsame Schule wird kommen
Kaum beeindruckt hat sich gestern Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) von der ÖVP-Kritik an ihren Aussagen zur Neuen Mittelschule (NMS) gezeigt. Vor rund 800 Schulleitern und Pädagogen betonte sie im Austria Center Vienna ihre Reformpläne. „Mir ist eines wichtig: Es wird die gemeinsame Schule der Sechs- bis 14-Jährigen kommen“, so Schmied in ihrer Rede beim „Vernetzungstreffen Neue Mittelschule“.
„Wahrscheinlich nicht gleich morgen“, meinte Schmied weiter. Jetzt komme es darauf an, dass die Akteure der NMS diese Schule gemeinsam weiterentwickeln und Schüler, Lehrer, Eltern sowie Bürgermeister überzeugt würden, dass dies die Schule der Zukunft sei. „Dann werden wir sie erreichen.“ Ihr Motto sei da mit „Yes we can“ bzw. „Forward“ jenes von US-Präsident Barack Obama.
Kritik an Schmied bzw. der ÖVP kommt unterdessen von FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz. Bei der Politik Schmieds, „AHS finanziell aushungern zu wollen“, habe sich die ÖVP bisher „immer wieder zum Erfüllungshilfen gemacht“, so Rosenkranz in einer Aussendung. Die nunmehrige ÖVP-Empörung könne daher „nur gespielt sein, denn wenn es darauf ankommt, wird auch beim nächsten Mal wieder die ÖVP mit der SPÖ und gegen die AHS und das differenzierte Schulsystem stimmen“.
Publiziert am 08.05.2012