Streik gegen Pensionsreform in Großbritannien
Aus Protest gegen eine geplante Pensionsreform sind in Großbritannien gestern Zehntausende Beschäftigte des öffentlichen Diensts in einen Streik getreten. Nach Angaben der Gewerkschaften beteiligten sich rund 400.000 Staatsangestellte an den Kampfmaßnahmen.
Angestellte in von Schulen, Spitälern, Museen und der öffentlichen Verwaltung legten für 24 Stunden die Arbeit nieder. Außerdem protestierten in London mehr als 20.000 Polizisten gegen Gehaltskürzungen. Viele von ihnen trugen schwarze Kappen mit der Aufschrift: „Die Kürzungen sind kriminell.“ Auch die Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde und die Justizwache schlossen sich den Protesten an.
Harte Einschnitte für Beamte
Laut Regierung waren jedoch „die Mehrheit der Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz und der Großteil der Ämter normal geöffnet“. Für größere Ausfälle waren Notfallpläne aufgestellt worden. „Es ist sehr enttäuschend, dass eine Handvoll Gewerkschafter sich auf unnötige Streiks versteift, die niemandem nützen“, hieß es in einer Mitteilung der Regierung. Die Pensionsreform werde nicht neu verhandelt.
Die britische Regierung will das Pensionsalter im öffentlichen Dienst von 60 auf 67 Jahre anheben. Außerdem sollen Beamte mehr in die Pensionskasse einzahlen. Die Altersbezüge sollen nicht mehr nach dem letzten Gehalt, sondern nach einem Durchschnittswert berechnet werden.
Publiziert am 10.05.2012