US-Regierung klagt selbst ernannten „härtesten Sheriff“
Die US-Regierung hat den selbst ernannten „härtesten Sheriff der USA“ wegen rassistischer Diskriminierung von Latinos geklagt.
Sheriff Joseph „Joe“ Arpaio aus Arizona habe systematisch verfassungsmäßige Rechte von Minderheiten verletzt. So lasse er etwa seine Polizeibeamten „häufig Latinos auf Grundlage von Rasse, Hautfarbe oder nationaler Herkunft anhalten und inhaftieren“, gab das Justizministerium heute bekannt. Ein Beamter des Ministeriums sprach von „Machtmissbrauch“ des Sheriffs, der wegen seines harten Vorgehens bereits seit Jahren negative Schlagzeilen in den gesamten USA macht.
„Joe“ Arpaio hat bereits vor Jahren eine Welle der Empörung ausgelöst, weil er etwa in der sengenden Hitze Arizonas Häftlinge in Zelten unterbringen lässt. Eine weitere Schikane des Polizisten: Er lässt an Gefangene rosa Unterwäsche verteilen, was viele Häftlinge als „unmännlich“ und daher als eine Erniedrigung ansehen.
Publiziert am 10.05.2012