Republikaner-Vorwahl: Auch Ron Paul gibt auf

Nach viereinhalb Monaten des Wettkampfs um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner hat auch der letzte verbliebene Rivale von Mitt Romney seinen Wahlkampf eingestellt: Der radikal-liberale Kongressabgeordnete Ron Paul erklärte gestern, kein Geld mehr für seine Wahlkampagne ausgeben zu wollen.

Allerdings legte Paul seine Bewerbung nicht offiziell auf Eis. Der texanische Politiker hofft nach eigenem Bekunden weiter, Delegierte für den Nominierungsparteitag der Republikaner zu sammeln.

Bisher keine Vorwahl gewonnen

Paul ist jedoch praktisch chancenlos. Der Abgeordnete holte bisher in den Vorwahlen der Website realclearpolitics.com zufolge nur 99 Wahlmännerstimmen und konnte in keinem einzigen Bundesstaat eine Vorwahl gewinnen. Favorit Romney steht dagegen bei derzeit 949 Delegierten für den Parteitag Ende August in Florida.

Die Nominierung des früheren Gouverneurs von Massachusetts gilt als sicher, seit Mitte April Romneys ärgster Rivale Rick Santorum das Handtuch geworfen hatte. Anfang Mai verabschiedete sich auch der frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, aus dem Rennen.

Publiziert am 14.05.2012