Euro-Zone schrammt an Rezession vorbei - BIP stagniert

Die Wirtschaft in den Euro-Ländern tritt auf der Stelle. Zum Jahresanfang blieb das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit 0,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal unverändert. Das teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat heute in einer ersten Schätzung in Luxemburg mit. Im letzten Quartal 2011 war die Wirtschaft um 0,3 Prozent geschrumpft. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge sprechen Ökonomen von Rezession.

WIFO: Wieder leichtes Wirtschaftswachstum

Österreichs Wirtschaft überwand zu Jahresbeginn eine seit Sommer herrschende Stagnation und wuchs leicht. Im ersten Vierteljahr stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Quartalsabstand real um 0,2 Prozent. Davor gab es zwei Quartale mit einem Nullwachstum, wie aus heute veröffentlichten Zahlen des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) hervorgeht.

Zuletzt, im März, war das WIFO noch von einem leichten BIP-Rückgang um 0,1 Prozent im 4. Quartal ausgegangen. Leicht positive Impulse für die heimische Wirtschaft lieferte im Zeitraum Jänner bis März der Außenhandel. Der Export nahm mit real plus 0,7 Prozent zwar nur sehr verhalten zu, doch war die Dynamik etwas stärker als beim Import (plus 0,5 Prozent). Letztlich trugen aber sämtliche Nachfrageaggregate zum mäßigen BIP-Wachstum bei, so das WIFO.

Publiziert am 15.05.2012