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Das bedeutendste Filmfestival der Welt

Die Internationalen Filmfestspiele in Cannes gelten als das bedeutendste Filmfestival der Welt. Mit der ersten Eröffnungszeremonie im Jahr 1946 wurden die Türen in eine Nachkriegskultur aufgestoßen, die von der Faszination des Kinos geprägt sein sollte. Das erste Festival fand noch im städtischen Casino statt. Ab 1947 stand ein eigenes Festspielhaus am Boulevard de la Croisette zur Verfügung.

Die Filme im Wettbewerb um die Goldene Palme unterliegen strengen Auswahlkriterien: Sie müssen in den zwölf Monaten vor der Festivalaufführung entstanden und dürfen auf keinem anderen Wettbewerb gezeigt worden sein. Neben der Palme gibt es unter anderem den Großen Preis und den Preis der Jury, Auszeichnungen für Regie, Darsteller, Drehbuch und für besondere Leistungen.

Die Goldene Palme wird erst seit 1955 vergeben: Damals wurde sie als Sammelpreis für den US-Film „Marty“ geschaffen, der Auszeichnungen für Drehbuch, Regie und Hauptdarsteller einheimste. Danach folgten immer größere Namen, die Cannes zum glamourösen Podium der internationalen Prominenz machten.

Eine Bühne für die Stars

In der ersten Dekade des Festivals machten Stars wie Robert Mitchum und Liz Taylor die Croisette zum Boulevard der Hollywood-Träume. In der zweiten Dekade trat Brigitte Bardot verführerisch auf den Plan. Auch Sophia Loren gab Cannes die Ehre - 1959 als Schauspielerin und 1966 als Jury-Präsidentin.

Legendäre Palmen-Filme waren unter anderem Federico Fellinis „La dolce vita“ (1960), „Der Leopard“ (1963) von Luchino Visconti, die Antikriegssatire „M.A.S.H“ von Robert Altman (1970) und „Pulp Fiction“ von Quentin Tarantino (1994). Deutsche Gewinner der Goldenen Palme waren bisher Volker Schlöndorff mit „Die Blechtrommel“ (1979) und Wim Wenders mit „Paris-Texas“ (1984).

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Publiziert am 16.05.2012