„Nabucco“: Statt 3.900 nun 1.300 Kilometer

Das „Nabucco“-Konsortium hat gestern beim Shah-Deniz-II-Gasfeld in Aserbaidschan ein Angebot zur Errichtung einer „Nabucco West“-Pipeline eingereicht, teilte die Betreibergesellschaft in einer Aussendung mit.

Statt 3.900 Kilometer ist die „Nabucco West“-Version nur noch 1.300 Kilometer lang. Die Pipeline sei ein „überarbeitetes Konzept des bisherigen ‚Nabucco‘-Projekts“, hieß es. In der EU werde die „Nabucco-West“ „exakt denselben Streckenverlauf wie das ursprüngliche ‚Nabucco‘-Konzept haben“. OMV-Chef Gerhard Roiss bezifferte Ende April die Kosten für eine „Nabucco West“-Variante für die derzeit sechs Partner auf jeweils weniger als eine Milliarde Euro.

Die Pipeline soll kaspisches Gas von der bulgarisch-türkischen Grenze nach Baumgarten (NÖ) transportieren. „Wir sind überzeugt, dass wir dem Shah-Deniz-II-Konsortium ein wettbewerbsfähiges und umfassendes Angebot vorgelegt haben“, erklärte Reinhard Mitschek, Geschäftsführer der Nabucco Gas Pipeline International.

Publiziert am 16.05.2012